Montag, März 16, 2026
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Digitaler Nachlass

Digitaler Nachlass bezeichnet alles, was von einer Person im Internet oder auf digitalen Geräten nach dem Tod zurückbleibt. Dazu gehören Konten, Daten, Verträge und digitale Inhalte. In Deutschland wird das Thema rechtlich zunehmend wichtiger, weil ein Großteil unseres Lebens online stattfindet.


Inhaltsverzeichnis

Was gehört zum digitalen Nachlass?

Typische Beispiele:

1. Online-Konten

  • E-Mail-Konten (z. B. Google / Gmail)
  • Social Media wie Facebook, Instagram oder X (Twitter)
  • Cloud-Speicher (z. B. Apple iCloud oder Microsoft OneDrive)

2. Digitale Verträge

  • Streamingdienste wie Netflix oder Spotify
  • Online-Abonnements
  • Domain-Registrierungen und Webseiten

3. Finanzielle Zugänge

  • Online-Banking
  • PayPal-Konten (PayPal)
  • Kryptowährungen (z. B. Bitcoin)

4. Digitale Inhalte

  • Fotos und Videos
  • Dokumente
  • E-Books, Musik oder Spiele

Rechtliche Situation in Deutschland

Ein wichtiges Urteil war der Fall vor dem Bundesgerichtshof im Jahr 2018.

Kernaussage:
👉 Der digitale Nachlass gehört grundsätzlich zur Erbmasse.

Das bedeutet:

  • Erben dürfen grundsätzlich Zugriff auf digitale Konten bekommen.
  • Online-Verträge gehen wie andere Verträge auf die Erben über.

Warum ist digitale Nachlassregelung wichtig?

Ohne Regelung können Probleme entstehen:

  • Niemand kennt Passwörter oder Zugänge
  • Abos laufen weiter und kosten Geld
  • Wichtige Daten gehen verloren
  • Social-Media-Profile bleiben aktiv

Wie kann man seinen digitalen Nachlass regeln?

Typische Maßnahmen:

  1. Liste aller Konten erstellen
    (inkl. Benutzername und Speicherort der Passwörter)
  2. Passwortmanager verwenden
  3. Digitale Vertrauensperson festlegen
  4. Regelung im Testament aufnehmen
  5. Plattform-Tools nutzen
    Einige Dienste haben Nachlass-Funktionen, z. B.:
    • Gedenkzustand bei Facebook
    • Nachlasskontakt bei Apple

Kurz gesagt:
Der digitale Nachlass umfasst alle digitalen Daten und Konten einer Person. Wie bei Geld oder Immobilien sollten auch diese Dinge geregelt werden, damit Erben später Zugriff haben und Probleme vermeiden.


Hier sind beides: eine praktische Checkliste und eine einfache Vorlage, mit der du deinen digitalen Nachlass organisieren kannst.


✅ Checkliste: Digitalen Nachlass organisieren

1. Alle digitalen Konten erfassen

Notiere alle wichtigen Zugänge:

  • E-Mail-Konten
  • Social Media (z. B. Facebook, Instagram, X (Twitter))
  • Cloudspeicher (z. B. Google Drive, Apple iCloud)
  • Online-Shopping
  • Streamingdienste (z. B. Netflix oder Spotify)
  • Online-Banking / Bezahldienste (z. B. PayPal)
  • Kryptowallets (z. B. Bitcoin)

2. Zugangsdaten sicher hinterlegen

Empfohlene Möglichkeiten:

  • Passwortmanager
  • verschlüsseltes Dokument
  • versiegelter Umschlag beim Notar
  • Zugangsdaten getrennt vom Testament aufbewahren

3. Vertrauensperson bestimmen

Lege fest:

  • Wer darf auf deine Konten zugreifen?
  • Wer darf Profile löschen oder verwalten?
  • Wer soll wichtige Daten sichern?

Diese Person wird oft digitaler Nachlassverwalter genannt.


4. Wünsche festlegen

Beispiele:

  • Social-Media-Konten löschen oder in Gedenkzustand versetzen
  • Fotos und Dokumente an Familie übergeben
  • Webseiten oder Domains weiterführen oder kündigen

5. Testament ergänzen

Du kannst im Testament festhalten:

  • wer Zugang zum digitalen Nachlass erhält
  • wer ihn verwaltet

Das erleichtert den Zugriff für Erben erheblich.


📄 Vorlage: Digitale Nachlassliste

Du kannst diese Liste einfach in einem Dokument speichern.


Digitale Nachlassliste

Persönliche Angaben

Name:
Geburtsdatum:
Datum der Erstellung:


1. E-Mail-Konten

AnbieterBenutzernameHinweis

2. Social Media

PlattformBenutzernameWunsch (löschen / Gedenkstatus / behalten)

3. Online-Abos und Verträge

DienstLoginKündigen / Weiterführen

4. Finanzen / Zahlungsdienste

DienstHinweis zum ZugangKontaktperson

5. Cloud-Speicher und Daten

DienstInhalt (z. B. Fotos, Dokumente)Wunsch

6. Domains / Webseiten

DomainAnbieterWunsch

7. Digitale Vertrauensperson

Name:
Kontakt:
Aufgabe:


💡 Tipp:
Die Liste regelmäßig aktualisieren (z. B. einmal im Jahr), da ständig neue Konten entstehen.


Hier sind beides: eine praktische Checkliste und eine einfache Vorlage, mit der du deinen digitalen Nachlass organisieren kannst.


✅ Checkliste: Digitalen Nachlass organisieren

1. Alle digitalen Konten erfassen

Notiere alle wichtigen Zugänge:

  • E-Mail-Konten
  • Social Media (z. B. Facebook, Instagram, X (Twitter))
  • Cloudspeicher (z. B. Google Drive, Apple iCloud)
  • Online-Shopping
  • Streamingdienste (z. B. Netflix oder Spotify)
  • Online-Banking / Bezahldienste (z. B. PayPal)
  • Kryptowallets (z. B. Bitcoin)

2. Zugangsdaten sicher hinterlegen

Empfohlene Möglichkeiten:

  • Passwortmanager
  • verschlüsseltes Dokument
  • versiegelter Umschlag beim Notar
  • Zugangsdaten getrennt vom Testament aufbewahren

3. Vertrauensperson bestimmen

Lege fest:

  • Wer darf auf deine Konten zugreifen?
  • Wer darf Profile löschen oder verwalten?
  • Wer soll wichtige Daten sichern?

Diese Person wird oft digitaler Nachlassverwalter genannt.


4. Wünsche festlegen

Beispiele:

  • Social-Media-Konten löschen oder in Gedenkzustand versetzen
  • Fotos und Dokumente an Familie übergeben
  • Webseiten oder Domains weiterführen oder kündigen

5. Testament ergänzen

Du kannst im Testament festhalten:

  • wer Zugang zum digitalen Nachlass erhält
  • wer ihn verwaltet

Das erleichtert den Zugriff für Erben erheblich.


📄 Vorlage: Digitale Nachlassliste

Du kannst diese Liste einfach in einem Dokument speichern.


Digitale Nachlassliste

Persönliche Angaben

Name:
Geburtsdatum:
Datum der Erstellung:


1. E-Mail-Konten

AnbieterBenutzernameHinweis

2. Social Media

PlattformBenutzernameWunsch (löschen / Gedenkstatus / behalten)

3. Online-Abos und Verträge

DienstLoginKündigen / Weiterführen

4. Finanzen / Zahlungsdienste

DienstHinweis zum ZugangKontaktperson

5. Cloud-Speicher und Daten

DienstInhalt (z. B. Fotos, Dokumente)Wunsch

6. Domains / Webseiten

DomainAnbieterWunsch

7. Digitale Vertrauensperson

Name:
Kontakt:
Aufgabe:


💡 Tipp:
Die Liste regelmäßig aktualisieren (z. B. einmal im Jahr), da ständig neue Konten entstehen.


Hier sind beide Dinge: eine bessere Struktur (wie Notare sie empfehlen) und eine fertige PDF-Vorlage zum Ausfüllen.


🧾 Struktur für den digitalen Nachlass (empfohlen von Notaren)

Notare empfehlen meistens ein 3-Baustein-System, weil es rechtlich und praktisch sicherer ist.

1. Testament (rechtliche Regelung)

Im Testament steht nur:

  • Wer erbt den digitalen Nachlass
  • Wer darf ihn verwalten (digitaler Nachlassverwalter)

Beispiel:
„Mein digitaler Nachlass wird von [Name] verwaltet. Diese Person erhält Zugriff auf meine digitalen Konten und Daten.“

Wichtig:
👉 Keine Passwörter im Testament, weil das Dokument nach dem Tod öffentlich beim Nachlassgericht liegen kann.


2. Digitale Nachlassliste (separates Dokument)

Hier stehen:

  • alle Konten
  • wichtige Daten
  • Wünsche zur Löschung oder Weitergabe

Die Liste kann jederzeit geändert werden, ohne das Testament zu ändern.

Typische Kategorien:

  1. E-Mail
  2. Social Media (z. B. Facebook oder Instagram)
  3. Cloudspeicher (z. B. Google Drive oder Apple iCloud)
  4. Abos (z. B. Netflix oder Spotify)
  5. Zahlungsdienste (z. B. PayPal)
  6. Domains / Webseiten
  7. Kryptowerte (z. B. Bitcoin)

3. Passwortzugang

Notare empfehlen meist eine dieser Lösungen:

Option A – Passwortmanager

Der Nachlassverwalter bekommt Zugriff auf den Passwortmanager.

Option B – Notfallumschlag

  • Zugangsdaten im Umschlag
  • sicher hinterlegt (z. B. bei Notar oder Bankschließfach)

Option C – Notfallkontakt bei Plattformen

Einige Dienste haben eigene Nachlassfunktionen.


📄 PDF-Vorlage zum Ausfüllen

Hier kannst du eine fertige Vorlage herunterladen:

Download die PDF-Vorlage

Die PDF enthält Tabellen für:

  • persönliche Angaben
  • E-Mail-Konten
  • Social-Media-Konten
  • Online-Abos
  • Zahlungsdienste
  • Cloud-Daten
  • Domains / Webseiten
  • digitale Vertrauensperson

Du kannst sie ausdrucken oder digital ausfüllen.


Hier sind beide Ergänzungen, die beim digitalen Nachlass sehr hilfreich sind.


⚠️ 10 digitale Konten, die im Nachlass oft vergessen werden

Viele Menschen denken nur an E-Mail und Social Media. In der Praxis tauchen später oft weitere Konten auf.

1. App-Stores

  • Apple App Store
  • Google Play Store

Dort liegen oft gekaufte Apps, Filme oder Abos.


2. Cloud-Speicher

  • iCloud
  • Google Drive
  • OneDrive

Hier sind häufig Fotos, Dokumente und Backups vom Smartphone gespeichert.


3. Online-Bezahldienste

  • PayPal
  • Klarna
  • Online-Wallets

Dort können Restguthaben oder offene Forderungen liegen.


4. Kryptowährungen

Viele Nachlässe verlieren Geld, weil niemand Zugriff hat auf:

  • Bitcoin
  • Wallets oder Hardware-Wallets

Ohne Private Key oder Seed Phrase ist das Geld verloren.


5. Domain-Registrierungen

Zum Beispiel:

  • persönliche Webseiten
  • Blogs
  • Firmen-Domains

Domains laufen sonst weiter und verursachen Kosten.


6. Online-Shops

Konten bei Shops enthalten oft:

  • gespeicherte Zahlungsarten
  • offene Bestellungen
  • Guthaben.

7. Streaming-Abos

Zum Beispiel:

  • Netflix
  • Spotify

Diese laufen sonst weiter.


8. Online-Gaming-Konten

Viele enthalten:

  • digitale Güter
  • gekaufte Spiele
  • virtuelle Währungen.

9. Smartphone-Backups

Ein Backup enthält oft:

  • Fotos
  • Kontakte
  • Nachrichten
  • Dokumente.

10. Newsletter / Mitgliedschaften

Zum Beispiel:

  • Vereinsportale
  • Online-Communitys
  • kostenpflichtige Newsletter.

📋 Die einfache 1-Seiten-Digitalnachlass-Übersicht

Viele Notare empfehlen eine extrem kurze Übersicht, damit Angehörige sofort wissen, was existiert.


Digitale Nachlass-Übersicht

Persönliche Daten

Name:
Geburtsdatum:
Datum der Liste:


Wichtigste Zugänge

E-Mail-Hauptkonto:
Zweiter E-Mail-Account:


Passwortverwaltung

Passwortmanager:
Zugriff befindet sich bei:


Finanzkonten online

Online-Banking:
Bezahldienste (z. B. PayPal):


Cloud / Daten

Cloudspeicher:
Fotos gespeichert bei:


Social Media

Konten bei:

  • Facebook
  • Instagram
  • weitere:

Kryptowährungen

Wallet vorhanden: ja / nein
Hinweis zum Zugriff:


Digitale Vertrauensperson

Name:
Telefon:
E-Mail:


💡 Tipp:
Diese 1-Seite reicht Angehörigen oft, um alles zu finden, während die detaillierte Liste nur als Ergänzung dient.


Die sogenannte „3-Minuten-Methode“ für den digitalen Nachlass ist eine sehr einfache, aber sichere Struktur. Sie wird häufig von Nachlassberatern empfohlen, weil sie schnell umzusetzen und rechtlich sauber ist.


🔐 Die sicherste Methode für digitalen Nachlass (3-Minuten-System)

Die Idee: 3 Dinge regeln – mehr nicht.

1️⃣ Hauptzugang sichern
2️⃣ Vertrauensperson festlegen
3️⃣ Kurze Übersicht erstellen

Damit können Angehörige später fast alles regeln.


1️⃣ Der wichtigste Zugang: dein E-Mail-Konto

Das wichtigste digitale Konto ist fast immer:

👉 dein Haupt-E-Mail-Account

Beispiele:

  • Gmail von Google
  • iCloud-Mail von Apple
  • Outlook von Microsoft

Warum?

Über die E-Mail lassen sich meist:

  • Passwörter zurücksetzen
  • Konten finden
  • Rechnungen sehen
  • Abos kündigen

📌 Regel:
Der Nachlassverwalter braucht Zugriff auf dieses eine Konto.


2️⃣ Digitale Vertrauensperson bestimmen

Das ist die Person, die nach deinem Tod:

  • Konten löscht
  • Daten sichert
  • Abos kündigt

Das kann sein:

  • Partner
  • erwachsenes Kind
  • enger Freund

Im Testament kann stehen:

„Mein digitaler Nachlass soll von [Name] verwaltet werden.“


3️⃣ Eine einfache Übersicht hinterlassen

Eine kleine Liste reicht, z. B.:

  • E-Mail-Konto
  • Cloud-Speicher
  • Social Media
  • Online-Bezahldienste
  • Kryptowährungen

Typische Konten:

  • Facebook
  • Instagram
  • PayPal
  • Netflix
  • Bitcoin

Du musst keine Passwörter aufschreiben, nur die Existenz der Konten.


🔑 Bonus (macht das System deutlich sicherer)

Wenn du noch 1 Minute mehr investierst, mach das:

Passwortmanager nutzen

Alle Zugänge liegen dort gesammelt.

Der Nachlassverwalter braucht dann nur:

  • Master-Passwort
  • oder Notfallzugang

⚠️ Die 3 größten Fehler beim digitalen Nachlass

1️⃣ Passwörter im Testament aufschreiben
→ unsicher

2️⃣ Niemand weiß von der Liste
→ Dokument nützt nichts

3️⃣ Kryptowallet ohne Seed-Phrase hinterlassen
→ Vermögen kann verloren sein


Kurz gesagt

Das 3-Minuten-System:

  1. Zugriff auf Haupt-E-Mail sichern
  2. Digitale Vertrauensperson festlegen
  3. Kurze Kontenliste erstellen

Damit können Erben 90 % aller digitalen Dinge regeln.


Hier sind beide Dinge, die den digitalen Nachlass noch einfacher und sicherer machen.


📦 Das 7-Konten-System für den digitalen Nachlass

Die Idee:
Du musst nicht alle Konten dokumentieren, sondern nur die 7 wichtigsten Kategorien. Von dort aus können Angehörige den Rest finden.

1. Haupt-E-Mail

Der wichtigste Zugang überhaupt.

Beispiele:

  • Gmail von Google
  • Outlook von Microsoft
  • iCloud Mail von Apple

Darüber lassen sich viele Passwörter zurücksetzen.


2. Smartphone-Account

Hier liegen oft:

  • Kontakte
  • Backups
  • Fotos

Typisch:

  • Apple-ID
  • Google-Account

3. Cloud-Speicher

Hier befinden sich häufig:

  • Dokumente
  • Familienfotos
  • wichtige Dateien.

4. Zahlungsdienste

Typische Beispiele:

  • PayPal
  • Online-Banking
  • Kreditkartenkonten

5. Social-Media-Konten

Zum Beispiel:

  • Facebook
  • Instagram
  • X (Twitter)

Hier müssen Angehörige oft entscheiden:

  • löschen
  • Gedenkstatus
  • weiterführen.

6. Abos / digitale Dienste

Zum Beispiel:

  • Netflix
  • Spotify

Damit keine unnötigen Kosten weiterlaufen.


7. Kryptowährungen (falls vorhanden)

Zum Beispiel:

  • Bitcoin

Wichtig:

👉 Seed-Phrase oder Private Key sicher hinterlegen.


⚙️ Plattformen mit automatischem Nachlassmodus

Einige große Dienste haben Funktionen, mit denen dein Konto nach dem Tod automatisch geregelt werden kann.


Google – Kontoinaktivitätsmanager

Bei Google kannst du festlegen:

  • wer Zugriff bekommt
  • wann das Konto als inaktiv gilt
  • welche Daten geteilt werden.

Wenn du längere Zeit nicht aktiv bist, wird die gewählte Person benachrichtigt.


Facebook – Nachlasskontakt

Bei Facebook kannst du eine Person bestimmen, die:

  • dein Profil verwaltet
  • einen Gedenkstatus einrichtet
  • Beiträge posten kann.

Apple – Digital Legacy

Bei Apple kannst du:

  • einen Legacy Contact bestimmen
  • Zugriff auf iCloud-Daten erlauben.

Instagram – Gedenkkonto

Bei Instagram können Angehörige:

  • ein Konto in einen Memorial Status umwandeln
  • oder löschen lassen.

Microsoft – Kontoschließung

Bei Microsoft können Angehörige mit Nachweisen:

  • Zugriff beantragen
  • Konten schließen.

🧠 Ein einfacher Merksatz

Viele Experten sagen:

„E-Mail + Smartphone + Passwortmanager = digitaler Schlüssel zum Nachlass.“

Wenn diese drei Dinge geregelt sind, lassen sich die meisten anderen Konten wiederherstellen.


💳 Private „Digital-Notfallkarte“ für die Geldbörse

Die Digital-Notfallkarte ist eine kleine Karte im Geldbeutel.
Sie enthält keine Passwörter, sondern nur Hinweise, damit Angehörige wissen:

  • dass es einen digitalen Nachlass gibt
  • wo die Zugangsdaten liegen
  • wen sie kontaktieren müssen.

Sie funktioniert ähnlich wie eine Notfallkontakt- oder Organspende-Karte.


🪪 Beispiel für eine Digital-Notfallkarte

Vorderseite

Digitaler Notfallhinweis

Name:
Geburtsdatum:

Ich habe wichtige digitale Konten und Daten.
Informationen dazu befinden sich:

☐ im Passwortmanager
☐ in einem Dokument zu Hause
☐ im Bankschließfach
☐ bei meinem Notar

Digitale Vertrauensperson:

Name:
Telefon:


Rückseite

Wichtige Hinweise:

  • Haupt-E-Mail-Konto vorhanden
  • Cloud-Speicher mit Fotos/Dokumenten
  • Online-Zahlungsdienste
  • ggf. Kryptowährungen

Der Zugang zu meinen Konten ist über meine digitale Nachlassregelung möglich.

Bitte wenden Sie sich an meine Vertrauensperson.


🔐 Warum diese Karte sinnvoll ist

Ohne Hinweis wissen Angehörige oft nicht, dass es überhaupt digitale Konten gibt.

Die Karte hilft, weil sie:

  • Angehörige sofort informiert
  • auf den Nachlassverwalter verweist
  • den Zugang zu Konten erleichtert
  • verhindert, dass Daten verloren gehen.

⚠️ Was nicht auf die Karte gehört

Aus Sicherheitsgründen niemals auf die Karte schreiben:

  • Passwörter
  • PIN-Codes
  • Seed-Phrase von Kryptowährungen
  • vollständige Login-Daten.

Die Karte ist nur ein Hinweis, kein Zugang.


📏 So sieht eine gute Notfallkarte aus

Empfohlenes Format:

  • Scheckkartenformat (ca. 85 × 54 mm)
  • laminiert oder im Kartenhalter
  • im Portemonnaie

Viele Menschen legen sie neben Personalausweis oder Krankenkassenkarte.


🧠 Profi-Tipp von Nachlassplanern

Die beste Kombination ist:

1️⃣ Testament mit digitalem Nachlass
2️⃣ Liste der Konten zu Hause
3️⃣ Passwortmanager
4️⃣ Notfallkarte im Geldbeutel

Damit können Angehörige fast immer alle digitalen Konten wiederfinden.


Hier ist die PDF-Checkliste für den digitalen Nachlass zum Download:

Download die PDF-Checkliste

Du kannst sie:

  • ausdrucken und abhaken
  • digital ausfüllen
  • in deiner Nachlassmappe ablegen.

Hier ist die komplette „Digitale Nachlass-Mappe“ (5 Seiten zum Ausfüllen) als PDF:

Download die PDF-Mappe

Inhalt der Mappe (5 Seiten):

  1. Persönliche Daten & digitale Vertrauensperson
  2. E-Mail-Konten & Kommunikationsdienste
  3. Social-Media-Konten & Online-Profile
  4. Finanzkonten, Zahlungsdienste & Abonnements
  5. Cloud-Daten, Domains & Kryptowährungen

Du kannst sie:

  • 🖨️ ausdrucken und handschriftlich ausfüllen
  • 💻 digital ausfüllen
  • 📁 in deiner Nachlassmappe / Vorsorgemappe ablegen.

💡 Tipp:
Viele Menschen legen diese Mappe zusammen mit:

  • Testament
  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung

in eine „Vorsorgemappe“ für Angehörige.

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