Digitaler Nachlass
Digitaler Nachlass bezeichnet alles, was von einer Person im Internet oder auf digitalen Geräten nach dem Tod zurückbleibt. Dazu gehören Konten, Daten, Verträge und digitale Inhalte. In Deutschland wird das Thema rechtlich zunehmend wichtiger, weil ein Großteil unseres Lebens online stattfindet.
Was gehört zum digitalen Nachlass?
Typische Beispiele:
1. Online-Konten
- E-Mail-Konten (z. B. Google / Gmail)
- Social Media wie Facebook, Instagram oder X (Twitter)
- Cloud-Speicher (z. B. Apple iCloud oder Microsoft OneDrive)
2. Digitale Verträge
- Streamingdienste wie Netflix oder Spotify
- Online-Abonnements
- Domain-Registrierungen und Webseiten
3. Finanzielle Zugänge
- Online-Banking
- PayPal-Konten (PayPal)
- Kryptowährungen (z. B. Bitcoin)
4. Digitale Inhalte
- Fotos und Videos
- Dokumente
- E-Books, Musik oder Spiele
Rechtliche Situation in Deutschland
Ein wichtiges Urteil war der Fall vor dem Bundesgerichtshof im Jahr 2018.
Kernaussage:
👉 Der digitale Nachlass gehört grundsätzlich zur Erbmasse.
Das bedeutet:
- Erben dürfen grundsätzlich Zugriff auf digitale Konten bekommen.
- Online-Verträge gehen wie andere Verträge auf die Erben über.
Warum ist digitale Nachlassregelung wichtig?
Ohne Regelung können Probleme entstehen:
- Niemand kennt Passwörter oder Zugänge
- Abos laufen weiter und kosten Geld
- Wichtige Daten gehen verloren
- Social-Media-Profile bleiben aktiv
Wie kann man seinen digitalen Nachlass regeln?
Typische Maßnahmen:
- Liste aller Konten erstellen
(inkl. Benutzername und Speicherort der Passwörter) - Passwortmanager verwenden
- Digitale Vertrauensperson festlegen
- Regelung im Testament aufnehmen
- Plattform-Tools nutzen
Einige Dienste haben Nachlass-Funktionen, z. B.:- Gedenkzustand bei Facebook
- Nachlasskontakt bei Apple
✅ Kurz gesagt:
Der digitale Nachlass umfasst alle digitalen Daten und Konten einer Person. Wie bei Geld oder Immobilien sollten auch diese Dinge geregelt werden, damit Erben später Zugriff haben und Probleme vermeiden.
Hier sind beides: eine praktische Checkliste und eine einfache Vorlage, mit der du deinen digitalen Nachlass organisieren kannst.
✅ Checkliste: Digitalen Nachlass organisieren
1. Alle digitalen Konten erfassen
Notiere alle wichtigen Zugänge:
- E-Mail-Konten
- Social Media (z. B. Facebook, Instagram, X (Twitter))
- Cloudspeicher (z. B. Google Drive, Apple iCloud)
- Online-Shopping
- Streamingdienste (z. B. Netflix oder Spotify)
- Online-Banking / Bezahldienste (z. B. PayPal)
- Kryptowallets (z. B. Bitcoin)
2. Zugangsdaten sicher hinterlegen
Empfohlene Möglichkeiten:
- Passwortmanager
- verschlüsseltes Dokument
- versiegelter Umschlag beim Notar
- Zugangsdaten getrennt vom Testament aufbewahren
3. Vertrauensperson bestimmen
Lege fest:
- Wer darf auf deine Konten zugreifen?
- Wer darf Profile löschen oder verwalten?
- Wer soll wichtige Daten sichern?
Diese Person wird oft digitaler Nachlassverwalter genannt.
4. Wünsche festlegen
Beispiele:
- Social-Media-Konten löschen oder in Gedenkzustand versetzen
- Fotos und Dokumente an Familie übergeben
- Webseiten oder Domains weiterführen oder kündigen
5. Testament ergänzen
Du kannst im Testament festhalten:
- wer Zugang zum digitalen Nachlass erhält
- wer ihn verwaltet
Das erleichtert den Zugriff für Erben erheblich.
📄 Vorlage: Digitale Nachlassliste
Du kannst diese Liste einfach in einem Dokument speichern.
Digitale Nachlassliste
Persönliche Angaben
Name:
Geburtsdatum:
Datum der Erstellung:
1. E-Mail-Konten
| Anbieter | Benutzername | Hinweis |
|---|---|---|
2. Social Media
| Plattform | Benutzername | Wunsch (löschen / Gedenkstatus / behalten) |
|---|---|---|
3. Online-Abos und Verträge
| Dienst | Login | Kündigen / Weiterführen |
|---|---|---|
4. Finanzen / Zahlungsdienste
| Dienst | Hinweis zum Zugang | Kontaktperson |
|---|---|---|
5. Cloud-Speicher und Daten
| Dienst | Inhalt (z. B. Fotos, Dokumente) | Wunsch |
|---|---|---|
6. Domains / Webseiten
| Domain | Anbieter | Wunsch |
|---|---|---|
7. Digitale Vertrauensperson
Name:
Kontakt:
Aufgabe:
💡 Tipp:
Die Liste regelmäßig aktualisieren (z. B. einmal im Jahr), da ständig neue Konten entstehen.
Hier sind beides: eine praktische Checkliste und eine einfache Vorlage, mit der du deinen digitalen Nachlass organisieren kannst.
✅ Checkliste: Digitalen Nachlass organisieren
1. Alle digitalen Konten erfassen
Notiere alle wichtigen Zugänge:
- E-Mail-Konten
- Social Media (z. B. Facebook, Instagram, X (Twitter))
- Cloudspeicher (z. B. Google Drive, Apple iCloud)
- Online-Shopping
- Streamingdienste (z. B. Netflix oder Spotify)
- Online-Banking / Bezahldienste (z. B. PayPal)
- Kryptowallets (z. B. Bitcoin)
2. Zugangsdaten sicher hinterlegen
Empfohlene Möglichkeiten:
- Passwortmanager
- verschlüsseltes Dokument
- versiegelter Umschlag beim Notar
- Zugangsdaten getrennt vom Testament aufbewahren
3. Vertrauensperson bestimmen
Lege fest:
- Wer darf auf deine Konten zugreifen?
- Wer darf Profile löschen oder verwalten?
- Wer soll wichtige Daten sichern?
Diese Person wird oft digitaler Nachlassverwalter genannt.
4. Wünsche festlegen
Beispiele:
- Social-Media-Konten löschen oder in Gedenkzustand versetzen
- Fotos und Dokumente an Familie übergeben
- Webseiten oder Domains weiterführen oder kündigen
5. Testament ergänzen
Du kannst im Testament festhalten:
- wer Zugang zum digitalen Nachlass erhält
- wer ihn verwaltet
Das erleichtert den Zugriff für Erben erheblich.
📄 Vorlage: Digitale Nachlassliste
Du kannst diese Liste einfach in einem Dokument speichern.
Digitale Nachlassliste
Persönliche Angaben
Name:
Geburtsdatum:
Datum der Erstellung:
1. E-Mail-Konten
| Anbieter | Benutzername | Hinweis |
|---|---|---|
2. Social Media
| Plattform | Benutzername | Wunsch (löschen / Gedenkstatus / behalten) |
|---|---|---|
3. Online-Abos und Verträge
| Dienst | Login | Kündigen / Weiterführen |
|---|---|---|
4. Finanzen / Zahlungsdienste
| Dienst | Hinweis zum Zugang | Kontaktperson |
|---|---|---|
5. Cloud-Speicher und Daten
| Dienst | Inhalt (z. B. Fotos, Dokumente) | Wunsch |
|---|---|---|
6. Domains / Webseiten
| Domain | Anbieter | Wunsch |
|---|---|---|
7. Digitale Vertrauensperson
Name:
Kontakt:
Aufgabe:
💡 Tipp:
Die Liste regelmäßig aktualisieren (z. B. einmal im Jahr), da ständig neue Konten entstehen.
Hier sind beide Dinge: eine bessere Struktur (wie Notare sie empfehlen) und eine fertige PDF-Vorlage zum Ausfüllen.
🧾 Struktur für den digitalen Nachlass (empfohlen von Notaren)
Notare empfehlen meistens ein 3-Baustein-System, weil es rechtlich und praktisch sicherer ist.
1. Testament (rechtliche Regelung)
Im Testament steht nur:
- Wer erbt den digitalen Nachlass
- Wer darf ihn verwalten (digitaler Nachlassverwalter)
Beispiel:
„Mein digitaler Nachlass wird von [Name] verwaltet. Diese Person erhält Zugriff auf meine digitalen Konten und Daten.“
Wichtig:
👉 Keine Passwörter im Testament, weil das Dokument nach dem Tod öffentlich beim Nachlassgericht liegen kann.
2. Digitale Nachlassliste (separates Dokument)
Hier stehen:
- alle Konten
- wichtige Daten
- Wünsche zur Löschung oder Weitergabe
Die Liste kann jederzeit geändert werden, ohne das Testament zu ändern.
Typische Kategorien:
- Social Media (z. B. Facebook oder Instagram)
- Cloudspeicher (z. B. Google Drive oder Apple iCloud)
- Abos (z. B. Netflix oder Spotify)
- Zahlungsdienste (z. B. PayPal)
- Domains / Webseiten
- Kryptowerte (z. B. Bitcoin)
3. Passwortzugang
Notare empfehlen meist eine dieser Lösungen:
Option A – Passwortmanager
Der Nachlassverwalter bekommt Zugriff auf den Passwortmanager.
Option B – Notfallumschlag
- Zugangsdaten im Umschlag
- sicher hinterlegt (z. B. bei Notar oder Bankschließfach)
Option C – Notfallkontakt bei Plattformen
Einige Dienste haben eigene Nachlassfunktionen.
📄 PDF-Vorlage zum Ausfüllen
Hier kannst du eine fertige Vorlage herunterladen:
Die PDF enthält Tabellen für:
- persönliche Angaben
- E-Mail-Konten
- Social-Media-Konten
- Online-Abos
- Zahlungsdienste
- Cloud-Daten
- Domains / Webseiten
- digitale Vertrauensperson
Du kannst sie ausdrucken oder digital ausfüllen.
Hier sind beide Ergänzungen, die beim digitalen Nachlass sehr hilfreich sind.
⚠️ 10 digitale Konten, die im Nachlass oft vergessen werden
Viele Menschen denken nur an E-Mail und Social Media. In der Praxis tauchen später oft weitere Konten auf.
1. App-Stores
- Apple App Store
- Google Play Store
Dort liegen oft gekaufte Apps, Filme oder Abos.
2. Cloud-Speicher
- iCloud
- Google Drive
- OneDrive
Hier sind häufig Fotos, Dokumente und Backups vom Smartphone gespeichert.
3. Online-Bezahldienste
- PayPal
- Klarna
- Online-Wallets
Dort können Restguthaben oder offene Forderungen liegen.
4. Kryptowährungen
Viele Nachlässe verlieren Geld, weil niemand Zugriff hat auf:
- Bitcoin
- Wallets oder Hardware-Wallets
Ohne Private Key oder Seed Phrase ist das Geld verloren.
5. Domain-Registrierungen
Zum Beispiel:
- persönliche Webseiten
- Blogs
- Firmen-Domains
Domains laufen sonst weiter und verursachen Kosten.
6. Online-Shops
Konten bei Shops enthalten oft:
- gespeicherte Zahlungsarten
- offene Bestellungen
- Guthaben.
7. Streaming-Abos
Zum Beispiel:
- Netflix
- Spotify
Diese laufen sonst weiter.
8. Online-Gaming-Konten
Viele enthalten:
- digitale Güter
- gekaufte Spiele
- virtuelle Währungen.
9. Smartphone-Backups
Ein Backup enthält oft:
- Fotos
- Kontakte
- Nachrichten
- Dokumente.
10. Newsletter / Mitgliedschaften
Zum Beispiel:
- Vereinsportale
- Online-Communitys
- kostenpflichtige Newsletter.
📋 Die einfache 1-Seiten-Digitalnachlass-Übersicht
Viele Notare empfehlen eine extrem kurze Übersicht, damit Angehörige sofort wissen, was existiert.
Digitale Nachlass-Übersicht
Persönliche Daten
Name:
Geburtsdatum:
Datum der Liste:
Wichtigste Zugänge
E-Mail-Hauptkonto:
Zweiter E-Mail-Account:
Passwortverwaltung
Passwortmanager:
Zugriff befindet sich bei:
Finanzkonten online
Online-Banking:
Bezahldienste (z. B. PayPal):
Cloud / Daten
Cloudspeicher:
Fotos gespeichert bei:
Social Media
Konten bei:
- weitere:
Kryptowährungen
Wallet vorhanden: ja / nein
Hinweis zum Zugriff:
Digitale Vertrauensperson
Name:
Telefon:
E-Mail:
💡 Tipp:
Diese 1-Seite reicht Angehörigen oft, um alles zu finden, während die detaillierte Liste nur als Ergänzung dient.
Die sogenannte „3-Minuten-Methode“ für den digitalen Nachlass ist eine sehr einfache, aber sichere Struktur. Sie wird häufig von Nachlassberatern empfohlen, weil sie schnell umzusetzen und rechtlich sauber ist.
🔐 Die sicherste Methode für digitalen Nachlass (3-Minuten-System)
Die Idee: 3 Dinge regeln – mehr nicht.
1️⃣ Hauptzugang sichern
2️⃣ Vertrauensperson festlegen
3️⃣ Kurze Übersicht erstellen
Damit können Angehörige später fast alles regeln.
1️⃣ Der wichtigste Zugang: dein E-Mail-Konto
Das wichtigste digitale Konto ist fast immer:
👉 dein Haupt-E-Mail-Account
Beispiele:
- Gmail von Google
- iCloud-Mail von Apple
- Outlook von Microsoft
Warum?
Über die E-Mail lassen sich meist:
- Passwörter zurücksetzen
- Konten finden
- Rechnungen sehen
- Abos kündigen
📌 Regel:
Der Nachlassverwalter braucht Zugriff auf dieses eine Konto.
2️⃣ Digitale Vertrauensperson bestimmen
Das ist die Person, die nach deinem Tod:
- Konten löscht
- Daten sichert
- Abos kündigt
Das kann sein:
- Partner
- erwachsenes Kind
- enger Freund
Im Testament kann stehen:
„Mein digitaler Nachlass soll von [Name] verwaltet werden.“
3️⃣ Eine einfache Übersicht hinterlassen
Eine kleine Liste reicht, z. B.:
- E-Mail-Konto
- Cloud-Speicher
- Social Media
- Online-Bezahldienste
- Kryptowährungen
Typische Konten:
- PayPal
- Netflix
- Bitcoin
Du musst keine Passwörter aufschreiben, nur die Existenz der Konten.
🔑 Bonus (macht das System deutlich sicherer)
Wenn du noch 1 Minute mehr investierst, mach das:
Passwortmanager nutzen
Alle Zugänge liegen dort gesammelt.
Der Nachlassverwalter braucht dann nur:
- Master-Passwort
- oder Notfallzugang
⚠️ Die 3 größten Fehler beim digitalen Nachlass
1️⃣ Passwörter im Testament aufschreiben
→ unsicher
2️⃣ Niemand weiß von der Liste
→ Dokument nützt nichts
3️⃣ Kryptowallet ohne Seed-Phrase hinterlassen
→ Vermögen kann verloren sein
✅ Kurz gesagt
Das 3-Minuten-System:
- Zugriff auf Haupt-E-Mail sichern
- Digitale Vertrauensperson festlegen
- Kurze Kontenliste erstellen
Damit können Erben 90 % aller digitalen Dinge regeln.
Hier sind beide Dinge, die den digitalen Nachlass noch einfacher und sicherer machen.
📦 Das 7-Konten-System für den digitalen Nachlass
Die Idee:
Du musst nicht alle Konten dokumentieren, sondern nur die 7 wichtigsten Kategorien. Von dort aus können Angehörige den Rest finden.
1. Haupt-E-Mail
Der wichtigste Zugang überhaupt.
Beispiele:
- Gmail von Google
- Outlook von Microsoft
- iCloud Mail von Apple
Darüber lassen sich viele Passwörter zurücksetzen.
2. Smartphone-Account
Hier liegen oft:
- Kontakte
- Backups
- Fotos
Typisch:
- Apple-ID
- Google-Account
3. Cloud-Speicher
Hier befinden sich häufig:
- Dokumente
- Familienfotos
- wichtige Dateien.
4. Zahlungsdienste
Typische Beispiele:
- PayPal
- Online-Banking
- Kreditkartenkonten
5. Social-Media-Konten
Zum Beispiel:
- X (Twitter)
Hier müssen Angehörige oft entscheiden:
- löschen
- Gedenkstatus
- weiterführen.
6. Abos / digitale Dienste
Zum Beispiel:
- Netflix
- Spotify
Damit keine unnötigen Kosten weiterlaufen.
7. Kryptowährungen (falls vorhanden)
Zum Beispiel:
- Bitcoin
Wichtig:
👉 Seed-Phrase oder Private Key sicher hinterlegen.
⚙️ Plattformen mit automatischem Nachlassmodus
Einige große Dienste haben Funktionen, mit denen dein Konto nach dem Tod automatisch geregelt werden kann.
Google – Kontoinaktivitätsmanager
Bei Google kannst du festlegen:
- wer Zugriff bekommt
- wann das Konto als inaktiv gilt
- welche Daten geteilt werden.
Wenn du längere Zeit nicht aktiv bist, wird die gewählte Person benachrichtigt.
Facebook – Nachlasskontakt
Bei Facebook kannst du eine Person bestimmen, die:
- dein Profil verwaltet
- einen Gedenkstatus einrichtet
- Beiträge posten kann.
Apple – Digital Legacy
Bei Apple kannst du:
- einen Legacy Contact bestimmen
- Zugriff auf iCloud-Daten erlauben.
Instagram – Gedenkkonto
Bei Instagram können Angehörige:
- ein Konto in einen Memorial Status umwandeln
- oder löschen lassen.
Microsoft – Kontoschließung
Bei Microsoft können Angehörige mit Nachweisen:
- Zugriff beantragen
- Konten schließen.
🧠 Ein einfacher Merksatz
Viele Experten sagen:
„E-Mail + Smartphone + Passwortmanager = digitaler Schlüssel zum Nachlass.“
Wenn diese drei Dinge geregelt sind, lassen sich die meisten anderen Konten wiederherstellen.
💳 Private „Digital-Notfallkarte“ für die Geldbörse
Die Digital-Notfallkarte ist eine kleine Karte im Geldbeutel.
Sie enthält keine Passwörter, sondern nur Hinweise, damit Angehörige wissen:
- dass es einen digitalen Nachlass gibt
- wo die Zugangsdaten liegen
- wen sie kontaktieren müssen.
Sie funktioniert ähnlich wie eine Notfallkontakt- oder Organspende-Karte.
🪪 Beispiel für eine Digital-Notfallkarte
Vorderseite
Digitaler Notfallhinweis
Name:
Geburtsdatum:
Ich habe wichtige digitale Konten und Daten.
Informationen dazu befinden sich:
☐ im Passwortmanager
☐ in einem Dokument zu Hause
☐ im Bankschließfach
☐ bei meinem Notar
Digitale Vertrauensperson:
Name:
Telefon:
Rückseite
Wichtige Hinweise:
- Haupt-E-Mail-Konto vorhanden
- Cloud-Speicher mit Fotos/Dokumenten
- Online-Zahlungsdienste
- ggf. Kryptowährungen
Der Zugang zu meinen Konten ist über meine digitale Nachlassregelung möglich.
Bitte wenden Sie sich an meine Vertrauensperson.
🔐 Warum diese Karte sinnvoll ist
Ohne Hinweis wissen Angehörige oft nicht, dass es überhaupt digitale Konten gibt.
Die Karte hilft, weil sie:
- Angehörige sofort informiert
- auf den Nachlassverwalter verweist
- den Zugang zu Konten erleichtert
- verhindert, dass Daten verloren gehen.
⚠️ Was nicht auf die Karte gehört
Aus Sicherheitsgründen niemals auf die Karte schreiben:
- Passwörter
- PIN-Codes
- Seed-Phrase von Kryptowährungen
- vollständige Login-Daten.
Die Karte ist nur ein Hinweis, kein Zugang.
📏 So sieht eine gute Notfallkarte aus
Empfohlenes Format:
- Scheckkartenformat (ca. 85 × 54 mm)
- laminiert oder im Kartenhalter
- im Portemonnaie
Viele Menschen legen sie neben Personalausweis oder Krankenkassenkarte.
🧠 Profi-Tipp von Nachlassplanern
Die beste Kombination ist:
1️⃣ Testament mit digitalem Nachlass
2️⃣ Liste der Konten zu Hause
3️⃣ Passwortmanager
4️⃣ Notfallkarte im Geldbeutel
Damit können Angehörige fast immer alle digitalen Konten wiederfinden.
Hier ist die PDF-Checkliste für den digitalen Nachlass zum Download:
Du kannst sie:
- ausdrucken und abhaken
- digital ausfüllen
- in deiner Nachlassmappe ablegen.
Hier ist die komplette „Digitale Nachlass-Mappe“ (5 Seiten zum Ausfüllen) als PDF:
Inhalt der Mappe (5 Seiten):
- Persönliche Daten & digitale Vertrauensperson
- E-Mail-Konten & Kommunikationsdienste
- Social-Media-Konten & Online-Profile
- Finanzkonten, Zahlungsdienste & Abonnements
- Cloud-Daten, Domains & Kryptowährungen
Du kannst sie:
- 🖨️ ausdrucken und handschriftlich ausfüllen
- 💻 digital ausfüllen
- 📁 in deiner Nachlassmappe / Vorsorgemappe ablegen.
💡 Tipp:
Viele Menschen legen diese Mappe zusammen mit:
- Testament
- Vorsorgevollmacht
- Patientenverfügung
in eine „Vorsorgemappe“ für Angehörige.
