Drohnen (UAV)

Begriffsbestimmungen

Die Überschrift Drohnen wurde nur gewählt, da der Begriff in der Öffentlichkeit so verwendet wird.

Im militärischen Bereich spricht man in der Regel von Unbemannten Luftfahrzeugen (englisch unmanned aerial vehicle, UAV, oft Teil eines umfassenderen Systems, engl. unmanned aircraft system, UAS) Modellflugzeuge, insbesondere Multicopter-„Drohnen“, gelten nicht als „unbemannte Luftfahrzeuge“ gemäß ICAO-Definition sowie gemäß deutscher Rechtsprechung, solange sie privaten Freizeit- und/oder Luftsport-Aktivitäten (FPV Racing) dienen.

Zur rechtlichen Legitimation zum Einsatz von UAV

Die technologischen Entwicklungen der letzten Jahre haben dazu geführt, dass eine Vielzahl unterschiedlicher militärischer Unmanned Air, Ground und Maritime Systems geschaffen wurden. Deren Fähigkeiten führten zu einer Transformation der modernen Kriegführung. Sie sind im Kampf gegen asymmetrische Kriegführung und Terrorismus für moderne Militärs die „Waffen erster Wahl“.
Die Entwicklung von militärischen Robotern nimmt zu, und die Herstellung vollautonomer Systeme scheint möglich. Das existierende Humanitäre Völkerrecht geht nicht im Speziellen auf autonome Waffen ein. Diese Situation führt daher zur weitverbreiteten Besorgnis, dass autonome Waffen ethische und moralische Problemstellungen verursachen. Bei der Durchführung von Kampfhandlungen sollten auch für zukünftige Waffensysteme Grundsätze wie Verhältnismäßigkeit und Unterscheidung gelten.
Derzeit existierende unbemannte Waffensysteme können bereits einige Funktionen autonom durchführen. Sie können ein Ziel finden und verfolgen sowie eine geleitete Rakete abfeuern. Die Auslöseinstanz ist dabei immer noch der Mensch. Im Falle der Entwicklung eines vollautonomen Systems ist dies möglicherweise nicht mehr der Fall. Das vorliegende Buch stellt den derzeitigen Einsatz von unbemannten militärischen Robotern dar. Es geht der Frage nach, ob wir Menschen es zulassen wollen, dass in Zukunft die Entscheidung über Leben und Tod von vollautonomen, mit Künstlicher Intelligenz ausgestatteten Maschinen getroffen werden.

Markus Reisner

Robotic Wars: Legitimatorische Grundlagen und Grenzen des Einsatzes von Military Unmanned Systems in modernen Konfliktszenarien Gebundene Ausgabe – 21. August 2018

von Markus Reisner
Der Autor

Markus Reisner besuchte von 1998 bis 2002 die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt. Danach diente er bis 2004 im Aufklärungsbataillon 2 des Österreichischen Bundesheeres in Salzburg. Von 2004 bis 2013 wurde er bei den österreichischen Spezialeinsatzkräften (Jagdkommando) in Wiener Neustadt verwendet. In dieser Zeit absolvierte er wiederholte Auslandseinsätze in Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Afghanistan, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik. Zusätzlich absolvierte er ein Sabbatical bei einer Firma welche Drohne produziert und war unter anderem wiederholt im Irak tätig. Von 2010 bis 2014 absolvierte er ein Dr.-Studium der Geschichte an der Universität Wien. Von 2014 bis 2016 besuchte er den 20. Generalstabskurs und versah im Anschluss als Hauptlehroffizier und Forscher am Institut für höhere militärische Führung an der Landesverteidigungsakademie Wien seinen Dienst. Im Jahr 2017 schloss er ein PhD-Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien ab. Von 2017 bis 2018 war er als Referent und Verbindungsoffizier im Kabinett des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres dienstzugeteilt. Seit Mitte 2018 versieht er in der Abteilung Militärpolitk des Bundesministeriums für Landesverteidigung seinen Dienst. Bekannt wurde Oberst Markus Reisner durch seine briliante verständlichen und sachlichen Ausführungen zum Krieg in der Ukraine seit 04.03.2022. Hier geht es zur kompletten Playlist.

Drohnen / UVA Bundeswehr

Heron 1

LUNA

Drohnenabwehrsystem ASUL

https://www.bundeswehr.de/de/organisation/ausruestung-baainbw/aktuelles/neues-drohnenabwehrsystem-fuer-den-feldlagerschutz-5475116

https://www.bundeswehr.de/de/suche?typeahead=drohnen

IAI Harop

Liste des Herstellers Israel Aerospace Industries
Drohnen (UAVs):MastiffScoutPioneerHunterRangerSearcherBird-EyeI-ViewHarpyHaropHeronEitanPanther

Externe Quellen und Erläuterungen

Unbemannte, ferngesteuerte Flugkörper werden für verschiedene Zwecke seit dem frühen 20. Jahrhundert eingesetzt. Während anfänglich experimentelle Ziele verfolgt wurden, kam es mit Beginn des Kalten Krieges bald zur Übernahme militärischer Aufgaben. Anfangs und auch weiterhin dienten die UAVs als „Zieldrohnen“ zur Zielsimulation der Flugabwehr, dazu kam die militärische Aufklärung. Mehr unter Wikipedia

Die Flug Revue erscheint monatlich als deutschsprachiges Magazin. Es richtet sich an luft- und raumfahrtinteressierte Leser. Laut Verlags ist die Flug Revue Europas auflagenstärkste Luft- und Raumfahrtzeitschrift. Die Flug Revue ist Mitglied des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Online ist der militärische Bereich unterglieder in Kampfflugzeuge Helikopter Waffensysteme und Drohnen/UAV.

lose Sammlung / Stichworte

ACHTUNG KRIEGSBILDER Telegram – verstörende Bilder

https://gids-hamburg.de/das-ist-alles-kein-science-fiction-mehr-oberstleutnant-michael-karl-wissenschaftlicher-referent-am-gids-uber-neue-moderne-kriegsfuhrung-und-neue-technologien/

Drohnen Feind

Bayraktar TB2

Typ Schahed 136, auch bekannt unter der russischen Bezeichnung Geran-2
Reichweite von bis zu 2500 Kilometern
Kosten ca 20.000 $

Mohajer-6

weitere “Kamikazedrohnen” / “Einwegdrohnen”

Drohnen Ukraine

Switchblade

Zahlreiche “zivile” umgerüstete Drohnen

Aktuelles

25.10.2022 DW made for minds

Genauso sieht es der Militärexperte Markus Reisner, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung an der Theresianischen Militärakademie in Wien. Massive Transportbewegungen russischer Flugzeuge in den Iran und zurück seien ein klarer Indikator für den Transport großer Materialmengen. “Auch die Bauart der gesicherten Drohnen spricht eindeutig für ein iranisches Modell.” Eingesetzt würden die Drohnen vor allem darum, weil sich das Arsenal der russischen Flugwaffen zwar nicht dem Ende neige, Indizien aber auf einen gewissen Mangel hindeuteten.

Unterschiedliche Drohnentypen

Eingesetzt würde vor allem zwei Drohnentypen, so Reisner: Zum einen die des Typs Mohajer-6, zum anderen der Typ Shahed-136. 

Die Mohaer-6 kann ein Ziel aufklären und überwachen. Wie andere Drohnen dieses Typs spiele sie eine große Rolle für die Aufklärung von Zielen für die Artillerie. “Sie lässt sich aber auch mit Luft-Boden-Raketen bestücken, kann also auch Ziele bekämpfen, nachdem sie sie aufgeklärt hat.”

und

Die Shahed-136 hingegen ist eine klassische Kamikaze-Drohne. Geleitet wird sie von einem GPS-System, das sie bei stetiger Kurskorrektur exakt zu ihrem Ziel führt. Das Wesentlich sei aber, dass diese Drohne meist nicht isoliert eingesetzt werde. “Vielmehr fliegt sie meist in einem Schwarm von zehn bis 15 anderen Drohnen. Dadurch werden die ukrainischen Abwehrsysteme überlastet.” Zwar schießen die Systeme einige der Drohnen ab, aber von 15 gelangen dann doch noch einige ins Ziel.

Anschließend feuern die Russen ihre Marschflugkörper ab, gegen die die Luftabwehr dann wenig ausrichten kann, weil so schnell keine neuen Raketen nachgeladen werden können. Das wiederum liegt auch daran, dass die Systeme der Ukraine nach acht Monaten trotz aller Unterstützung erschöpft sind.

Hinzu komme ein Weiteres, so Reisner: “Die Drohnen sind vergleichsweise klein. Die herkömmliche ukrainische Luftabwehr ist aber meist auf viel größere Objekte programmiert, etwa auf Flugzeuge und Hubschrauber. Darum muss man diese entweder nachrüsten oder eben auf die modernen Systeme setzen, die nun in die Ukraine geliefert werden. Das sind so genannte Multi-Sensor-Systeme. Sie haben also ganz unterschiedliche Sensoren, die auf akustischer, optischer oder elektromagnetischer Basis arbeiten.” Diese Systeme können auch kleine Ziele abfangen.

Russlands langfristige Strategie

Die Ukraine zeigt sich im Hinblick auf die Abwehr der Drohnen optimistisch. “Natürlich haben wir nicht die technischen Möglichkeiten, 100 Prozent der russischen Raketen und Kampfdrohnen auszuschalten”, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Video-Botschaft. Er sei sich aber sicher, dass man dies mit Hilfe der internationalen Partner schrittweise erreichen werde. “Schon jetzt schießen wir einen Großteil der Marschflugkörper und Drohnen ab.”

weiter

Allerdings müsse man vorsichtig sein, sagt Markus Reisner. Erklärungen wie diese seien auch Bestandteil der psychologischen Kriegsführung. “Die ist absolut legitim. Aber man muss auch sehen, dass die russischen Raketen sehr präzise funktionieren. Wenn man derzeit hört, dass 40 Prozent der ukrainischen Infrastruktur getroffen worden ist, spricht das für eine enorme Präzision der russischen Angriffe. Die Luftabwehr der Ukraine musste in den vergangenen acht Monaten schwere Schläge einstecken. Das macht sich nun bemerkbar. Es trifft zwar zu, dass die Russen keine Lufthoheit haben und nicht mit Flugzeugen über die Ukraine fliegen können. Aber sie haben die Luftüberlegenheit. Sie können Ziele angreifen, wo immer sie möchten.”

Strategisch sei das fatal, so Reisner weiter. “Denn die ukrainische Armee rückt im Süden und Osten des Landes zwar weiter vor. Aber im Hinterland wird die Infrastruktur getroffen. In anderen Worten:  Den Menschen steht ein sehr, sehr harter Winter bevor. Das könnte dann zu weiteren Fluchtbewegungen Richtung Westen führen und dort zu gesellschaftlichem Unmut führen. Genau darauf setzt Russland.”

https://www.zdf.de/nachrichten/zdfheute-live/russland-kamikaze-drohnen-ukraine-video-100.html

Drohnen Test / Training Army

Die Naval Weapons Systems Training Facility Boardman , informell bekannt als Boardman Bombing Range, ist eine Militäranlage südlich von Boardman , Oregon in den Vereinigten Staaten . Es wird von NAS Whidbey Island als Hauptübungsgelände zum Testen von EA-18G Growler- Flugzeugen und für Drohnentests genutzt. Es liegt etwa 70 Meilen (110 km) südlich des Yakima Training Center , das von der Joint Base Lewis-McChord für Trainingsübungen genutzt wird, und etwa 15 Meilen (24 km) westlich der jetzt geschlossenen Umatilla Chemical Depot .

Boardman der Ausbildungsstätte für Marinewaffensysteme
Morrow County , Oregon
In der Nähe von Boardman in  den Vereinigten Staaten
Ein Schild am Schießstand warnt Besucher vor Gefahren im Zusammenhang mit Tests.
Boardman der Ausbildungsstätte für Marinewaffensysteme Boardman der Ausbildungsstätte für Marinewaffensysteme Standort der Boardman Bombing Range.
Koordinaten45°41′21″N 119°45′33″W
Bereich47.000 Acres (190 km 2 )
Seiteninformation
InhaberVerteidigungsministerium
OperatorMarine der Vereinigten Staaten
Für
die Öffentlichkeit zugänglich
Teilweise
Website-Geschichte
In Benutzung1941 – Gegenwart
Informationen zur Garnison
Aktueller
Kommandant
Der Kumpel des Chefmaschinisten Steven P. Peña Jr.

Die Range wurde 1941 von der US Army Air Force als Arlington Bombing Range eingerichtet und ursprünglich nach Arlington im Westen benannt. Die Strecke wird das ganze Jahr über häufig genutzt. Neben dem Hauptbetreiber NAS Whidbey Island wird die Anlage auch von Einheiten der Oregon National Guard mit Sitz in Pendleton und Klamath Falls genutzt . Ungefähr die Hälfte des ursprünglichen Eigentums wurde an nichtmilitärische Betreiber verteilt, als die Air Force das Gelände an die Marine übertrug . Das Gebirge ist auch ein wichtiger ökologischer Standort, von dem Teile bundesweit geschützt sind.

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